DBB Magazin

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dbb Zeitschrift

DBB- Magazin Impressum
  • Herausgeber: Bundesleitung des dbb beamtenbund und tarifunion - Friedrichstr. 169/170, 100117 Berlin
  • Chefredakteur: Dr. Walter Schmitz
  • Redaktion: Christine Bonath
  • Gestaltung: Marian-Andreas Neugebauer
  • Fotos: dbb, MEV, Project Photos, www.fotolia.de
  • Verlag: dbb verlag GmbH, Internet:
  • dbb verlag GmbH

Der dbb Beamtenbund, die Tarifunion für Beamte, Angestellte und Arbeiter im öffentlichen Dienst und bei der Bahn und Post geben eine Zeitschrift heraus, das dbb magazin. Diese Zeitschrift, das dbb magazin, hat es sich zur Aufgabe gemacht über Berufs- und Tarifpolitik zu informieren, sowie Verbandsaktivitäten vorzustellen. Das redaktionelle Angebot wird durch Reportagen, Interviews, sowie Informationen zu Weiterbildungen erweitert. Ebenfalls werden Reisetipps und Online- News vorgestellt.


Deutscher Beamtenbund

Der DBB wurde am 4.12.1918 gegründet. Ursprünglich war der DBB ein Zusammenschluss der deutschen Beamten- und Lehrervereinigungen, auf gewerkschaftlicher Basis. Schon 1933 wurde er unter Hitlers Regime faktisch wieder aufgelöst und nach Beendigung des Krieges 1949 wieder neu gegründet. Die Vorgeschichte der Organisation ist geprägt von internen Konflikten um die Haltung des DBB bezüglich des Eisenbahnstreiks im Jahr 1922. Zunächst hatte sich die Mehrheit des DBB gegen einen Streik der Beamten ausgesprochen. Danach verließen eher links orientierte Organisationen den Beamtenbund. Dazu zählte zum Beispiel die Reichsgewerkschaft deutscher Eisenbahnbeamter. Daraufhin gründeten genau diese links orientierten Verbände im Jahr 1922 den Allgemeinen deutschen Beamtenbund. Ein Jahr später schlossen sie sich mit dem ADGB und dem AfA- Bund zusammen und unterschrieben einen Organisationsvertrag. Die SPD erkannte 1930 den ADB als alleinige Beamtenvertretung der SPD an, auf Grund der Tatsache, dass sich im DBB weiterhin Sozialdemokraten befanden.

Selbstverständnis

Der ADB sah als Grundsatz eine Vereinheitlichung von Arbeitern, Angestellten und Beamten. Das sahen wiederum die Beamten nicht ganz so, sondern als eine besonders Form der Arbeitnehmer und wollten vergleichbare Rechte beanspruchen. Das Verständnis ging letztlich recht weit auseinander, die Organisation lehnte eine Gleichbehandlung und eine damit entstehende Sonderbehandlung hinsichtlich der Einschränkung der bürgerlichen Rechte der Beamten, ab. (Siehe auch unter: Beamtenrecht). Zur gleichen Zeit aber forderte der ADB eine Aufrechterhaltung des Berufsbeamtentums und die damit verbundene lebenslange Anstellung sowie den Pensionsanspruch. Wiederum zur gleichen Zeit forderte der Bund die Anwendung des allgemeinen Arbeitsrechtes, die Garantie des Koalitionsrechtes und des Schlichtungswesens. Das Streikrecht der Beamten steht im totalen Gegensatz zur Verletzung der Dienstpflicht. Dies war auch ein Konflikt für den ADB. Grundsätzlich sollten Beamte zwar ein Streikrecht haben, konnten es aber nicht ausüben, da dies mit der Dienstpflicht untersagt war. Der ADB forderte damals eine rechtliche Regelung des kollektiven Wirtschaftskampfes. Die Forderung nach Mitbestimmung der Bedingungen des Arbeitsverhältnisses blieb eine wichtige Aufgabe der Gewerkschaften. Das tief verwurzelte Standesdenken, bis hinunter zu den unteren Beamten und die Personalabbauverordnung von 1923, ging zu Lasten des ADB. Der DBB gewann zunehmend an Attraktivität und bekannte sich im Laufe der Zeit zunehmend zu anderen Arbeitnehmergruppen, machte dies aber nach einiger Zeit auch wieder rückgängig.

dbb Mitgliederentwicklung 1932 - 2018

Diese Entwicklung wurde ganz deutlich in den Mitgliederzahlen der beiden Organisationen. Während der ADB 1922 350.000 zählen konnte, waren es 1932 nur noch 171.000. Von dieser Entwicklung profitierte der DBB, dessen Mitgliederzahlen lagen im gleichen Zeitraum, durch Zusammenschlüsse mit anderen Organisationen, bei 993.000.

Vergleicht man zu heute (Jahr 2018) dann ist die Mitgliederzahl mehr als deutlich gestiegen. Neben der Namens Veränderung, heute dbb Beamtenbund und Tarifunion, vereinigt die Organisation heute mehr als 1,28 Millionen Mitglieder und 43 Gewerkschaften und ist damit die größte deutsche Interessenvertretung für Beamte, Angestellte und Arbeiter im öffentlichen Dienst. Daneben engagieren sich noch die Dienstleistungsgewerkschaft verdi, die Gewerkschaft der Polizei und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Die Gewerkschaften des DGB vertreten die Interessen des privaten Dienstleistungssektors.

dbb Aufgaben

Das Verständnis des dbb bezieht sich auf einen konstruktiven Reformpartner von Politik, Verwaltung und Gesellschaft und möchte die Interessen seiner Mitglieder tatkräftig verfolgen. Als Ausgleich zum fehlenden Streikrecht der Beamten bekamen der dbb und der DGB ein gesetzlich verankertes Anhörungsrecht. Dieses Anhörungsrecht wird von der Bundesregierung und den Landesregierungen anerkannt. Zusammengeschlossen haben sich im dbb folgende Bereiche: Landesbünde in allen 16 Bundesländern, 14 Gewerkschaften der im Bundesdienst oder im privaten Dienstleistungssektor Beschäftigten und 26 Bundesfachgewerkschaften. Der dbb beschreibt seine Aufgaben heute so: wir wollen eine leistungsstarke und menschliche Verwaltung, engagierte Beamte mit einem leistungsorientierten Dienstrecht, den Erhalt von Tarifautonomie und Flächentarifvertrag, modernen Föderalismus statt egoistischer Kleinstaaterei und eine Leistungsbezogene Bezahlung.

Organe des dbb

Die Organe des dbb sind folgende:

  • Gewerkschaftstag
  • Bundeshauptvorstand
  • Bundesvorstand
  • Bundesleitung

Die „Rangordnung“ geht wie oben beschrieben, das höchste Organ ist der Gewerkschaftstag. Dieser tagt alle vier Jahre und hat zur Aufgabe die Grundsätze für die berufspolitische Arbeit festzulegen, stellt Richtlinien für den Haushalt auf und legt die Mitgliederbeiträge fest. Der Gewerkschaftstag entscheidet ebenfalls über Satzungsänderungen und wählt in geheimer Wahl die Bundesleitung. Der Bundeshauptvorstand trifft sich alle zwei Jahre und befasst sich vor allem mit den Belangen der Organisation und der Öffentlichkeitsarbeit. Der Bundesvorstand ist vor allem zuständig für die Verwaltung des Bundesvermögens und tagt mindestens dreimal jährlich. Die Bundesleitung führt die von den anderen Organen gefassten Beschlüsse aus und ist für die sachgerechte Umsetzung verantwortlich.

dbb Konflikte

Der Druck auf die Gewerkschaften nahm in den letzten Jahren enorm zu. Staaten in Mittel- und Osteuropa sowie Asien, gelang es auf eine andere Art und Weise ein hohes Bildungs-Produktions- und Infrastrukturniveau herauszubilden. China versuchte mehr und mehr Gewerkschaften abzubauen und zu unterdrücken, schaffte dies auch durch die Kriminalisierung der Gründer unabhängiger Gewerkschaften. Es wurde immer schwieriger Rechtsstaatlichkeiten der Arbeitnehmer durchzusetzen. Die Folge waren Abwanderungen von Arbeitsplätzen, da in diesen Ländern die Löhne mehr und mehr fielen und die Produktion dort erheblich billiger war. Die These das Deutschland auf Grund der hohen Löhne nicht mehr wettbewerbsfähig sei, diese These ist bis heute umstritten, trifft auf ungehörte Ohren seitens der Gewerkschaften. Diese halten nach wie vor an ihren Lohnforderungen fest. Trotz dieses Konfliktpotenzials hat Deutschland die wenigsten Streiktage. In den meisten Fällen ist es in beider Parteien Sinne, dass Streiks vermieden werden, zum einen wirken sie sich für den Arbeitgeber als Standortnachteil aus und sind für die Gewerkschaften ein enorm hoher Kostenfaktor. Bei der Schaffung neuer Massennachfragen, welche die Binnenkonjunktur anregen sollen, haben die Gewerkschaften starke Aktivitäten. Allerdings kritisieren einige Wissenschaftler dabei, dass der Effekt der Nachfrage dabei nicht berücksichtigt wird. Die Entwicklung der Nachfrage auf den Arbeitsmarkt ist jedoch nicht ganz einfach zu beantworten und von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Zum einen entsteht Nachfrage auch dann, wenn man Investitionen fördert. Investiert wird aber nur dort, wo auch Nachfrage besteht. Allerdings ist die Zukunft des Konsums langfristig schon an die vorher vergebenen Kredite gebunden und somit nicht kurzfristig absehbar. Die These mangelnder internationaler Wettbewerbsfähigkeit ist damit widersprochen, dass Deutschland hohe Exportrekorde verbuchen kann. Diese allerdings stärken den deutschen Binnenmarkt nicht. Die Nachfrage ist naturgemäß hoch, wenn es heimischen Unternehmen gut geht. Der Konsum wird aber geschwächt durch hohe Löhne und Abgaben. Dieser These wiederum widersprechen die Gewerkschaften, in dem sie aufstellen, dass hohe Löhne auch einen hohen Konsum ermöglichen. Dieser Konsum würde bevorzugt im Inland erfolgen, so dass quasi die Löhne wieder in die eigene Wirtschaft zurück fließen.

Weblinks

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