Beamtenpension - Pension Altersgrenze

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Inhaltsverzeichnis

Aktuelle Altersvorsorge für Beamte

Schon lange geht die Frage um, ob Rentner oder Pensionäre besser gestellt sind. Nun hat eine Studie diese Frage wohl endgültig geklärt. In Baden- Württemberg hat das Finanzministerium die Ein- und Auszahlungen, welche für die Altersvorsorge aufgebracht werden, genau miteinander verglichen. Die Zahlen sind mehr als deutlich und wohl kaum ein Pensionär kann noch behaupten nicht gut genug versorgt zu sein. Bekommt dieser doch rund 550.000 Euro Rente ausgezahlt, ohne jedoch einen Euro dafür eingezahlt zu haben.

Im Gegensatz dazu erhält der Rentner zwar auch rund 333.000 Euro Rente, muss dafür jedoch auch rund 200.000 Euro an Beiträgen einzahlen. Ergibt diese Ausrechnung „nur“ ein Plus von 130.000 Euro, muss man jedoch berücksichtigen das bei den Abzügen auf die Altersvorsorge der Beamte zunächst zwar mehr einzahlt, aber dafür im Ruhestand rund 455.000 Euro erhält, der Rentner hingegen nur 97.000 Euro. Und diese Summen erreichen der Pensionär, als auch der Rentner bei vergleichbarer Arbeitszeit und Ausbildung.

Beamtenpension - Pension

Das Alter bringt Vor- und Nachteile mit sich, auf manche Dinge freut man sich, auf manche nicht. Nicht mehr arbeiten zu müssen, darauf freuen sich garantiert viele Menschen, aber wie sieht es dann mit der Rente aus? Darf sich die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung darauf noch freuen? Nicht nur das die Ausbeute auf dem Konto immer geringer wird, nun ist das Rentenalter auf 67 Jahre erhöht worden. Dies wird von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Diese Regelung gilt für sämtliche Bereiche, je nach Geburtsjahr sind sogar Behinderte betroffen. So wurden im Dienstrechts- Neuordungsgesetz ebenfalls Abstriche gemacht und neue Altersgrenzen vorgesehen, wie in der gesetzlichen Rentenversicherung auch.

Bis jetzt durften Beamte mit 65 Jahren regulär und ohne Abschläge in den Ruhestand wechseln. Nun ist die so genannte Regelaltersgrenze für Beamte nur geregelt worden. Jetzt ist das Renteneintrittsalter abhängig vom Geburtsjahr des Beamten. Alle Beamten, die 1947 oder später geboren worden sind, dürfen nun erst später in Rente gehen. Verschont von dieser Regelung bleiben nur Beamte, die bis jetzt schon ihren 61. Geburtstag gefeiert haben und das sind nicht allzu viele. Alle anderen Beamten müssen ein wenig oder auch deutlich länger arbeiten, um eine Pension ohne Abschläge zu erhalten.

Konkret: Eine abschlagsfreie Beamtenpension erhält der Beamte nicht mehr mit seinem 65.Geburtstag, sondern einen ganzen Monat später, also nach seinem 65.Geburtstag. Ist der Beamter erst nach 1948 geboren, muss er sogar zwei Monate länger warten, nach 1949 drei Monate länger und so wird fortlaufend weiter gerechnet. In diesem Rhythmus steigert sich die Altersgrenze für Beamte allmählich auf 67 Jahre. Begonnen wird 2012 und abgeschlossen sind die Änderungen dann im Jahr 2029.

Folgen: Diese neuen Regelungen haben nicht nur Auswirkungen auf das Rentenalter, sie betreffen auch andere Bereiche der Beamten. Möchte der Beamte früher in Rente gehen, zum Beispiel mit 63 oder 64 Jahren, dann werden seine Abschläge nicht unerheblich erhöht. Nun muss sich also jeder selbst ausrechnen, aber wann er in Rente gehen kann und wie hoch seine Abschläge sein werden. Neu ist, normale Beamte des Jahrganges 1947 sind erstmals betroffen. Bis einschließlich des Jahrganges 1946 ist eine Pension noch ohne Abschläge möglich. Ist der Beamte Jahrgang 1964 geboren, dann gilt für ihn das Rentenalter von 67 Jahren.

Bedeutung normale Beamte: Normale Beamten sind: Polizeibeamte, Beamte der Feuerwehr oder Beamte im Justizvollzugsdienst oder Verfassungsschutzbeamte.

Die besondere Altersgrenze

Bis jetzt besagte die alte Regelung, dass diese Beamten eine eigene Altersregelung hatten. Beamten die einen besonders schweren Dienst verrichten müssen, wie eben zum Beispiel Feuerwehrleute, waren von der besonderen Regelung betroffen. Das hat sich nun geändert. Das neue Renteneintrittsalter von 67 Jahren, wird nun auch in diesen Beamtengruppen Stück für Stück angehoben. Bis jetzt durften Beamte des Feuerwehdienstes ganz normal mit 60 Jahren in den Ruhestand gehen. Dafür wurden keine Abschläge vorgenommen. Diese besondere Regelung galt auch für Feuerwehrbeamte, die nicht mehr im aktiven Dienst tätig waren, aber dort 22 Dienstjahre verbracht hatten.

Nun gilt für beide Berufsgruppen:

Ab 2012 wird die Altersgrenze schrittweise angehoben und zwar für beide Berufsgruppen. Ausgenommen sind nur Beamte, welche vor dem 01.01.1952 geboren worden sind. Diese dürfen auch weiterhin mit 60 Jahren wie vorher gehabt, in den Ruhestand treten. Zugrunde gelegt wird auch hier die genaue Altersgrenze, bis auf den Monat genau.

Polizei – ähnliche Regeln

Wie oben erwähnt, konnten bis jetzt auch Polizeibeamte, Beamte des Justizvollzugsdienstes und des Verfassungsschutzes die besondere Altersregelung nutzen. Daran soll sich in Zukunft auch nichts ändern, aber auch hier sollen die Altersgrenzen ansteigen. Die meisten Beamten sind bei den jeweiligen Bundesländern beschäftigt und hier haben einige Bundesländer unterschiedliche Regelungen. Manche Bundesländer haben bereits schon neue Gesetze erlassen, andere wiederum planen dies noch und wieder andere warten noch. Eine einheitliche Regelung der Bundesländer gibt es also noch nicht, gewartet wird auf die abschließende Regelung des Bundes, um diese dann zu übernehmen. Am Grundsatz zu den jetzt bestehenden und geplanten Altersgrenzen ändert sich aber nichts. Wichtig zu erwähnen ist aber: einige Bundesländer haben für bestimmte Beamte eine Sonderregelung erlassen, so beispielsweise Beamte im Schichtdienst. In jedem Fall lohnt sich eine Beratung oder ein Personalgespräch.

Neue Regelungen für Schwerbehinderte

Auch hier haben die Regelungen, bzw. Neuregelungen keinen Halt gemacht, auch Behinderte müssen sich auf neue Altersgrenzen einstellen. Bis jetzt konnten sie von ihrer eigenen, normalen Altersgrenze profitieren und ohne Abschläge mit dem 63.Geburtstag in Pension gehen. Auch hier wird sich die Altersgrenze Stück für Stück verschieben. Entscheidend wird nicht nur das Geburtsjahr sein, sondern auch teilweise der genaue Geburtsmonat. Dies ist ganz ähnlich wie bei den Beamten des Feuerwehrdienstes oder den Polizeibeamten. Generell gilt die neue Regelung nur für die schwer behinderten Beamten, welche nach dem 31.12.1951 geboren sind.

Wichtig: Auch Beamte die vor dem 31.12.1951 geboren sind, müssen sich mit neuen Altersgrenzen vertraut machen. Hier steigt die Antragsaltersgrenze von 60 auf 62 Jahre an. Unverändert bleibt jedoch der Abschlag. Er wird nach wie vor 10,8% betragen. Im Gegensatz dazu liegt der Abschlag bei normalen Beamten bei 18%.

Spätere Frühpension

Früher in den Ruhestand gehen, also die Frühpension gehen, sollte man sich genau überlegen, denn dies wird deutlich erschwert. Hier muss der Beamte mit wesentlich höheren Abschlägen rechnen und ob diese für ihn finanziell tragbar sind, sollte er sich vorher genau berechnen lassen. Möglich ist der Antrag auf eine Pension ab dem 63. Lebensjahr zwar weiterhin, aber die Kürzung ist auf das Doppelt angestiegen. Lag der Prozentsatz vorher bei 7,2, so muss man mit der neuen Regelung eine Kürzung von 14,4% hinnehmen.

Der Trost

Einen kleinen Trost gibt es dennoch, wer heute in etwa 60 Jahre ist, also Jahrgang 1948, kann wie bisher eine Alters- Übergangsregelung nutzen. Diese Übergangsregelung sieht vor, dass Beamte die vor dem 01.01.1949 geboren sind, noch keine höheren Abschläge hinnehmen müssen, wenn sie mit 63 Jahren in Frühpension gehen möchten. Für alle Beamten die später geboren sind, gelten dann die höheren Abschläge bei der Antragsaltersgrenze.

Keine Abschläge

Es gibt auch eine Regelung, in der gar keine Abschläge bezahlt werden müssen. Sie lautet wie folgt: Wer in Zukunft 45 ruhegehaltsfähige Dienstjahre vorweisen kann, ist berechtigt mit dem 65.Lebensjahr in Pension zu gehen- ganz ohne Abschläge bei der Pension.

Wichtig: Zu diesen 45 Dienstjahren zählen auch Erziehungsjahre, Pflegezeiten von Angehörigen, Wehrdienst und die Zeiten des Dienstes im öffentlichen Dienst. Wer also diese Dienstjahre erreicht, darf sich freuen. Diese Regelung besagt aber nicht, dass der Beamten mit 45 Dienstjahren eine Berechtigung hat, ohne Abschläge vor dem 65. Lebensjahr in Pension zu gehen. Diese Faktoren beeinflussen die Pension

  • Dienstzeit
  • Rühegehaltsfähige
  • Ruhegehaltssatz
  • Zurechnungszeit
  • Versorgungsabschläge


Gesetzliche Grundlagen der Altersgrenzen

Die meisten Bundesländer sind noch nicht so weit, sie müssen diese neuen Regelungen erst noch umsetzen. Als Vorlage dient für sie das Dienstrechts- Neuordnungsgesetz des Bundes. Hier sind im §49 alle Grundsätze genau erläutert und aufgeführt. Einige Bundesländer haben schon bekannt gegeben, dass sie diese Regelungen übernehmen wollen.

Altersgrenze zum Download

Bund, Länder und Gemeinden heben Stück für Stück die Altersgrenzen für ihre Beamte an.

Weblinks

Beamtenpension

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